Bilderbriefe und Fotobücher

„Einfache Bilder machen Aktivitäten sicht- und nachvollziehbar.“

Seit etlichen Jahren wird in allen Klassen der Tagesablauf mit Bildkarten visualisiert, d.h. die für den Schultag geplanten Aktivitäten werden in Form einfacher Bilder „sichtbar“ und damit nachvollziehbar gemacht. Dabei werden im wesentlichen die gleichen oder ähnliche Bildsymbole verwendet. Mit einigen Schülern wird klassenübergreifend einmal pro Woche systematisch mit Bildmaterial gearbeitet. Mit Hilfe von Bildmaterial ist es Schülerinnen und Schülern, die nicht oder wenig sprechen, möglich, „Bilderbriefe“ zu verfassen. Diese drehen sich beispielsweise um die Themen „Wochenende“, „Tag in der Schule“, „Streit in der Pause“ oder „Einladung zur Weihnachtsfeier“.

Ergänzend entstehen für eine Reihe von Schülern individuelle Fotobücher; hier werden Fotos zu verschiedenen Themen von den Schülern sortiert, mit Piktogrammen aus dem schuleigenen Bildinventar und Schülerzeichnungen etc. ergänzt und als Buch gebunden. Diese Arbeit mit Bildmaterial ist besonders sinnvoll für Schüler, die über wenig bzw. keine aktive Lautsprache verfügen. Es hat sich aber auch gezeigt, dass auch Schüler, die ein relativ gutes Sprachvermögen haben, aber aufgrund ihrer kognitiven Einschränkungen über ein eingeschränktes Gedächtnis verfügen, von der Arbeit mit Bildmaterial profitieren: Sie können sich erheblich besser an Vergangenes erinnern, ihre aktuellen Bedürfnisse mit Hilfe von Bildern besser ausdrücken; Handlungen besser planen und die nahe Zukunft (z.B. den Tagesablauf) überblicken.